Sportlich wurde den Zuschauern und Teilnehmern einiges geboten. Den stärksten Einzelschützen stellte mit Bernd Zillert aus Baden-Württemberg ein weit angereister Gast. Mit hervorragenden 595 Ringen setzte er sich an die Spitze des Teilnehmerfeldes und zeigte Blasrohrsport auf höchstem Niveau. Bei der Mannschaftswertung blieb der Sieg dagegen in Loderbach. Die Mannschaft des SV Loderbach setzte sich vor den stark vertretenen Schützen aus Tapfheim und den fast schon heimischen Teilnehmern aus Röttenbach durch.
Doch so sehr der sportliche Wettkampf im Mittelpunkt stand, der Pustefix-Cup lebt längst von mehr als nur Ringen und Platzierungen. Besonders erfreulich war die große Zahl an Schülern und Jugendlichen, die sich dem Wettkampf stellten. Gleichzeitig gingen auch Schützen im Alter von über 80 Jahren an den Stand. Kaum eine andere Sportart verbindet dabei so selbstverständlich mehrere Generationen. Vom Nachwuchsschützen bis zum erfahrenen Sportler – alle standen gemeinsam auf der Schießlinie und teilten die Freude am Blasrohr. Genau dieser generationenübergreifende Charakter macht den Sport für den SV Loderbach so wertvoll.
Und auch abseits des Wettkampfs war die Stimmung ausgelassen und herzlich. Zwischen den Durchgängen blieb ausreichend Zeit für Gespräche, neue Bekanntschaften und das Wiedersehen mit Freunden. Der Respekt voreinander und die Freude am gemeinsamen Sport waren überall spürbar. Trotzdem kam der sportliche Ehrgeiz keineswegs zu kurz: Jeder wollte seine beste Leistung abrufen und die letzten Ringe herausholen. Für Unterhaltung während der Wartezeit auf die Siegerehrung sorgten neben der Schätzfrage auch Zauberer Max, der bei den Teilnehmern und Gästen für staunende Gesichter sorgte. Vor allem aber waren es die vielen Gespräche untereinander, die die Zeit wie im Flug vergehen ließen.
„Man kommt zum Wettkampf – und bleibt wegen der Gemeinschaft“, könnte das Motto des Pustefix-Cups lauten. Denn aus vielen Teilnehmern sind inzwischen Freunde geworden. Man tauscht Erfahrungen aus, gibt Tipps weiter, freut sich über gute Ergebnisse der anderen und fiebert gemeinsam der Siegerehrung entgegen. Auch die besonderen, inzwischen schon legendären „leckeren Preise“ durften natürlich nicht fehlen. Die Gewinner konnten sich über außergewöhnliche Belohnungen freuen, die einmal mehr genau die richtigen Abnehmer fanden. Dass das Konzept aufgeht, zeigte sich nicht zuletzt am Lob der Gäste. Das Turnier war perfekt organisiert, die Abläufe funktionierten reibungslos und die Helfer des SV Loderbach sorgten dafür, dass sich die Teilnehmer rundum wohlfühlten.
Am Ende blieb deshalb vor allem eines: Stolz. Stolz auf 136 Sportler, auf den eigenen Nachwuchs, auf die vielen Helfer und auf eine Sportart, die Menschen über Altersgrenzen und Vereinsgrenzen hinweg zusammenbringt. Der zweite Pustefix-Cup hat einmal mehr gezeigt: Blasrohrsport ist Wettkampf, Gemeinschaft und Freundschaft zugleich. Und vielleicht ist genau das das schönste Ergebnis dieses Tages: Man kam nach Loderbach, um Blasrohr zu schießen – und fuhr mit vielen neuen Begegnungen und gemeinsamen Erinnerungen wieder nach Hause.